Paradox: Der hohe Sicherheitsstandard, der den Blackberrys in Europa und den USA so erfolgreich gemacht hat, wird auf dem lukrativen arabischen Markt zur Stolperfalle.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verbieten ab Oktober die verschlüsselte Kommunikation über Blackberrys. Auch Indien, China und Kuweit erwägen nach Pressemitteilungen ein Verbot der Blackberrys.
Als Grund dafür wird der zu hohe Sicherheitsstandard der RIM-Geräte angegeben. Blackberrys senden die Kommunikationsdaten verschlüsselt an einen im Ausland stehenden Server. Deshalb haben Behörde keine Rechte diese Daten aus dem Ausland einzufordern, auch wenn ein begründeter Tatverdacht der nationalen Sicherheit gegen den Blackberry-Nutzer besteht.
Technisch soll es relativ einfach sein, den Kommunikations-Dienst zu sperren. Dafür müssten lediglich der Zugangsserver konfiguriert werden, schon wird der Datenverkehr direkt vom Mobilfunkbetreiber geblockt.
Für RIM, die durch Konkurrenz wie Apple oder Handys mit dem Android OS immer weiter in Hintertreffen geraten, kommt dieses Verbot einer mittleren Katastrophe gleich. RIM könnte dieses Verbot umgehen, wenn sie eigene Server in den VAE aufbauen oder den Behörden Zugang zu den im Ausland gelagerten Daten gewährt. Allerdings könnte sich die Abkehr vom bewährten Sicherheitskonzept negativ auf die bereits etablierten Märkte auswirken. RIM, was jetzt?
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