Geahnt haben es die Anwender schon immer, jetzt wurde es bei einer (nicht repräsentativen) Studie mit 62 Probanden tendenziell bestätigt: Viele mobile Anwendungen sind alles andere, als komfortabel zu bedienen. Dies ist, in einem Satz vereinfacht ausgedrückt, das Ergebnis einer Studie des Usability Experten Jakob Nielsen. Seit dem Jahr 2000 untersucht Nielsen die Bedienbarkeit von mobilen Internet-Angeboten. Seitdem habe sich der Nutzerkomfort, trotz der erheblichen Beschleunigung der Datenübertragung, nahezu nicht verbessert und stagniert auf dem Niveau urzeitlicher WAP-Anwendungen.
Davon ausgenommen: das Apple “iPhone”. Dessen Anwender brauchen nur zehn Prozent der Zeit, um ein bestimmtes Ziel innerhalb eines Informationsangebotes zu erreichen. Die wesentlichen Gründe für die schlechte Bedienbarkeit: Der Bildschirm ist oft viel zu klein, die Eingabe wenig intuitiv und nicht ergonomisch. Zudem erschweren die für mobile Zwecke unzureichend konzipierten Web-Anwendungen dem User das Leben. Und wenn ein Angebot bereits für mobile Geräte optimiert sei, dann würde der Zugriff oft nicht erkannt und stattdessen die Desktop-Version der Seite an das Endgerät ausgeliefert. Insgesamt sei die Bedienung bei Geräten mit Touchscreen wesentlich einfacher, als bei Smartphones die rein über die Tastatur gesteuert werden.
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