Wie das Wall Street Journal und der Online-Newsdienst GigaOM berichten, wird  Skype iin Kürze einen VoIP-Client für das Apple iPhone ankündigen. Mit der mobilen OS X Version konnten Nutzer dann über das iPhone (und mit dem iPod touch) den gleichnamigen Voice-over-IP-Dienst nutzen und umsonst bzw. extrem kostengünstig über WLAN telefonieren. Auch für den “BlackBerry” soll der Software-Client später im Jahr fertig gestellt werden.
Der Mobilfunk-Betreiber T-Mobile, exklusiver Vermarkter des iPhone in Deutschland, hat jedoch bereits die Option einer Blockade der Telefonie mittels VoIP-Technik angekündigt. Auch die VoIP-Nutzung über konzerneigene WLAN-Hotspots wäre von einem solchen Verbot betroffen. Deutsche Kunden, so Alexander von Schmettow, ein Sprecher von T-Mobile, haben eine Klausel in den Vertragsbedingungen, welche die Nutzung der Datendienste für Telefonie untersagen. Diese Klausel sei in den “Complete”-Vertragen des Mobilfunkbetreibers standardmäßig enthalten. Zitat: “Die Nutzung von VoIP und Instant Messaging ist nicht Gegenstand des Vertrages.” Rund um diesen Ausschluss gab es in 2008 bereits Auseinandersetzungen zwischen einem Anbieter von VoIP-Leistungen, der Firma sipgate, und T-Mobile. In dem Zusammenhang wurde es T-Mobile gerichtlich untersagt, das iPhone mit der Aussage vom “freien Internetzugang mit unbegrenzter Datenflatrate” zu bewerben.
T-Mobile begründet den Ausschluss der VoIP-Dienste mit technischen Bedenken. So könne durch eine starke Telefonie-Nutzung via VoIP, laut Sprecher von Schmettow, nicht nur die Leistungsfähigkeit im Netz sinken, sondern womöglich auch die Qualität der Sprachübertragung leiden. Diesem Risiko wolle man die Kunden von T-Mobile nicht aussetzen.

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